Eine starke Schulter zum Anlehnen

Jeder mag sie. Diese starken Menschen, auf die man sich verlassen kann, die ihre Versprechen einhalten, deren Worte zählen. Die, welche sich scheinbar unberührt durch die Stürme des Lebens kämpfen. Bei denen man sich ausweinen kann, wenn es mal richtig beschissen bei einem läuft. Sie spenden Trost und Rat, und sind einfach für einen da. Sie beschweren sich nicht darüber, wenn man mal die Fassung verliert. Sie übernehmen Verantwortung und stellen sich auch gerne mal schützend vor ihre Familie und Freunde, wenn es sein muss.

Wer sind sie?

Es sind die, die selbst genug gesehen und erlebt haben. Sie werden sich vermutlich nicht bei euch melden, wenn es ihnen mal schlecht geht. Sie gehen nicht mit ihrer Vergangenheit hausieren und das aus gutem Grund. Sie würden es euch niemals sagen, aber wenn sie nicht gerade absolut verzweifelt oder überfordert sind, bitten sie niemanden um Hilfe. Nicht, weil sie niemanden schätzen, sondern einfach, weil sie autonom sein und so selten wie möglich jemandem zur Last fallen wollen. Und wenn sie dann aber mal Unterstützung bei etwas brauchen, dann sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie werden sich der Person kein zweites Mal anvertrauen, wenn sie hängen gelassen werden. Und wenn sie spüren, dass sie nur ausgenutzt werden, wird man ganz schnell aus ihrem Leben verschwinden. Menschen, die sich permanent als hilfsbedürftig darstellen und ständig destruktiv eingestellt sind, gehören in ihrem privaten Leben nicht zu ihrer Zielgruppe. Auch wenn man es ihnen nicht ansieht, doch auch für sie bedeutet es einen großen Kraftaufwand ‚die starke Schulter‘ zu sein, der nur eingesetzt wird, wenn etwas damit bewirkt werden kann.

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